Sonderausstellung

27.11.2022 bis 16.04.2023

Kindergartenspielzeug aus der DDR

Aus der Privatsammlung Ramona und Andreas Reißmann

Eine kleine Rückschau in den Alltag der DDR-Kindergärten bietet die neue Sonderausstellung im Museum642. Viele Besucherinnen und Besucher werden in die eigene Kindheit zurückversetzt.

Über 90% der in der DDR lebenden Kinder besuchten Kinderkrippe und Kindergarten. Damit sollten zunächst die berufstätigen Mütter entlastet werden, zum anderen konnte hier die sozialistische Erziehung und die Wichtigkeit des „Kollektivs“ durch einen disziplinierten Tagesablauf in der Einrichtung schon in frühen Entwicklungsjahren vermittelt werden. Ein Besuch der Kinder in Kinderkrippe (0 bis 3 Jahre) und Kindergarten (3 bis 6 Jahre) war selbstverständlich.

Die Idee des Kindergartens hat eine über 180jährige Geschichte und ihren Ursprung in Thüringen. Friedrich Fröbel, geboren 1782 in Oberweißbach im Thüringer Wald, war ein Pädagoge, der bereits in der frühen Kindheit die Basis für die weitere Entwicklung des Menschen sah. Seine Kindergarten-Pädagogik stellte das Spiel als typisch kindliche Lebensform in den Mittelpunkt. Sein besonderes Verdienst besteht darin, die Bedeutung der frühen Kindheit nicht nur erkannt zu haben, sondern die Kinder durch die von ihm geschaffenen Spielgaben und Beschäftigungsmaterialien zu fördern. Er prägte den Begriff „Kindergarten“, der es auch über die deutschen Sprachgrenzen hinaus, zum Beispiel in den englischen Sprachgebrauch gebracht hat.

Während der Ausstellung laden wir alle Besucherinnen und Besucher ein, ihre Gedanken und Erinnerungen an die eigene Kindergartenzeit in Form von kleinen Beiträgen an der dazu installierten Pinnwand zu teilen.

 

Ausstellungseröffnung:
Die Ausstellung wird am 26.11.2022, 15 bis 16 Uhr eröffnet. Dazu laden wir herzlich ein.
Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.