08.06.2019 bis 31.08.2019

Eine Museumsreise durch den Saale-Orla-Kreis

Warum Gartenzwerge auf eine Reise gehen

Zur Museumsreise durch den Saale-Orla-Kreis erzählen besondere Exponate ihre Geschichten am anderen Ort

Man mag von Gartenzwergen halten, was man will: Fröhliche Botschafter der Stadt Pößneck sind sie auf jeden Fall. Und in dieser Eigenschaft sind einige von ihnen, Originale aus dem Jahr der Landesgartenschau in der größten Stadt des Saale-Orla-Kreis, jetzt auf eine Reise gegangen. Man kann sie einen Sommer lang auf Schloß Burgk bestaunen. Die bunten Gesellen gehören zu einer Reihe von Tauschobjekten, die die Gäste der Museumsreise anlässlich der Gründung des Saale-Orla-Kreises vor 25 Jahren an einem jeweils anderen Ort, in einem anderen Museum finden können.
Insgesamt fünf heimische Museen stehen im Mittelpunkt der Feierlichkeiten zum Kreisjubiläum. Bürgerinnen und Bürger des Kreises sowie Gäste aus nah und fern sind zu einer Museumsreise eingeladen. Die Stationen: Die Gießerei Heinrichshütte in Wurzbach, das Museum Burg Ranis, das Museum642 in Pößneck, das Museum Schloß Burgk sowie das Lutherhaus & Museum für Stadtgeschichte Neustadt (Orla). Jedes dieser Häuser ist einzigartig. Dass es verbindende Elemente gibt, zeigen eine Reihe von Objekten, die ihren ursprünglichen Ort verlassen, um in den Ausstellungen der anderen teilnehmenden Museen ihre Geschichte zu erzählen.

Antonie Lau (v.l.n.r.) vom Museum642 in Pößneck schickt – gemeinsam mit Josephine Schubert vom Museum Burg Ranis, Jessica Neumann vom Technischen Schaudenkmal Gießerei Heinrichshütte und Sabine Schemmrich vom Museum Schloß Burgk – die Pößnecker Gartenzwerge auf Museumsreise, Foto: Pressestelle Landratsamt.

 

So erzählen die Gartenzwerge von der ersten Thüringer Landesgartenschau in Pößneck, die vor 19 Jahren über 500.000 Besucher in die Stadt lockte. Sie konnten beispielsweise auf dem damals gerade umgestalteten Gelände am Viehmarkt diesen putzigen Gartenzwergen dabei zusehen, wie sie aus dem Erdreich hinaus wuchsen. Und manche von ihnen bekamen seinerzeit auch die sprichwörtlichen langen Beine und wurden einfach davon getragen.
Eine schwere Wäschemangel kann man dagegen nicht so leicht wegtragen. Eine solche aus dem heutigen Technischen Denkmal „Gießerei Heinrichshütte“ in Wurzbach kann man als Tauschobjekt im Museum642 in Pößneck bewundern; eine original Diebels-Wäschemangel, die zu Omas Zeiten das Mittel der Wahl war, um die Wäsche zu glätten, wird im Orlatal ausgestellt. Dagegen „reitet“ ein Karussellpferd aus Neustadt jetzt ebenfalls auf Schloß Burgk.
Nämlich ein Pferd aus der Werkstatt von Friedrich Adolf Heyn, etwa um 1910 aus Lindenholz erschaffen. Die Orlastadt gilt als die Wiege des Europäischen Karussellbaus. Die Holzpferde wurden mit reichem Schnitzwerk, Glasaugen, Messingapplikationen, geschliffenen Spiegeln, Schweifen aus Rosshaar und ausgefallenen Sätteln verziert. 1884 wurde bereits die 1000. Karussellfigur ausgeliefert.

Deutlich jüngeren Baujahres ist ein Lampenschirm, den das Museum 642 aus Anlass der Museumsreise präsentiert. Wussten Sie, dass der Pößnecker Wilfried Smrt als Erfinder sehr experimentierfreudig, aber auch erfolgreich war? Er entdeckte, dass sich ein Plastikgranulat so pressen ließ, dass es optisch an hochwertiges Kristallglas erinnerte. Und das Pößnecker „Kristallplastglas“ eignete sich hervorragend für die Produktion von Leuchtmitteln. In beinahe jeder Wohnung, jedem Betrieb gab es in DDR-Zeiten solche Lampenschirme.
Verbindende Elemente präsentieren Schloß Burgk und die Burg Ranis – nämlich mit einer Reihe attraktiver Exlibris mit Thüringer Burgen und Schlössern aus der einzigartigen Sammlung von Schloß Burgk auf der Burg in Ranis, darunter ein Bucheignerzeichen des Pößneckers Franz Huth, das die schöne Burganlage Ranis zeigt.
Außerdem kann man in Ranis während der Museumsreise eine beeindruckende Skulptur bestaunen: die „Liegende Werra“, eine Bronze-Skulptur von Werner Stötzer. Sie steht stellvertretend für den Skulpturenschmuck des Schloßes Burgk nun in der Burgstadt Ranis. Mit der „Liegenden Werra“ gelang dem Thüringer Künstler Stötzer eine Hommage an seine Heimat.
Schließlich wechselten unter anderem auch eine schwere Dornengliederkette, eine Wetterfahne, ein Gerber-Zunftzeichen, ein gusseisernes Waffeleisen, Porzellanfiguren, ein Maskenarmreif, Bilder und eine Pumpe ihren Ausstellungsort. Man darf gespannt sein. Bis Ende August sind fünf mal fünf Tauschobjekte anlässlich der Museumsreise in den einzelnen Häusern, natürlich zusätzlich zu den umfangreichen eigenen Ausstellungen, zu sehen.

Zuerdem gibt es ein Quiz mit Gewinnspiel zur Museumsreise. Wer bis zum 31. August mindestens zwei dieser Museen besucht und alle Museums-Quizfragen auf dem Veranstaltungsflyer richtig beantwortet, hat die Chance auf einen von fünf Museumsreise-Preisen mit Köstlichkeiten aus dem Saale-Orla-Kreis.

Flyer Museumsreise Saale-Orla-Kreis

 

 

 

 

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