26.05. bis 28.10.2018

Sonderausstellung

Vereint sind wir stark – Erster deutscher TextilarbeiterInnen-Kongress in Pößneck 1891.

Geschichte künstlerisch ins Bild gesetzt.

 

Großflächige Illustrationen lassen den ersten deutschen TextilarbeiterInnen-Kongresses in Pößneck, der der Gründung des deutschlandweiten Textilarbeiterverbandes vorausging, am Osterwochenende, vom 29. bis 31.03.1891, wieder lebendig werden.

Vereinsgarten in Pößneck um 1943, Foto: Kohl-Otte

 

Vor dem Hintergrund der rasanten Entwicklung der Textilindustrie in Pößneck während der Industrialisierung und nach Einführung der Gewerbefreiheit 1862 im Sachsen-Meiningischen wird das Ereignis des ersten deutschen TextilarbeiterInnen-Kongresses in Pößneck, der der Gründung des deutschlandweiten Textilarbeiterverbandes vorausging, am Osterwochenende, vom 29. bis 31.03.1891, den Schwerpunkt der Ausstellung bilden. Ganz konkrete Fragestellungen zur Vorbereitung, Organisation, Einbettung in die politischen Prozesse der Zeit, über die Ereignisse an den Veranstaltungstagen selbst, bis hin zur öffentlichen Resonanz und Wahrnehmung werden in der Ausstellung behandelt werden. Den (Informations-)Rahmen bilden klassische Texttafeln. Darüber hinaus lassen großflächige Illustrationen auf Leinwand, die in einem gemeinsamen Projekt mit der Künstlerin Sandra Bach aus Weimar entstehen, die Szenerie des Kongresses im damaligen Austragungsort, dem Vereinsgarten in Pößneck, wieder lebendig werden. So können die Besucher nicht nur vieles zu diesem wichtigen Ereignis erfahren, sondern auch der Atmosphäre des Kongresses nachspüren. Begleitet werden sie zudem von einem Insider, der zugleich die hiesige Textilindustrie-Entwicklung bestens überblickt: Paul Seige, einer der nachweisbar federführenden Pößnecker Organisatoren des ersten Textilarbeiterkongresses, örtliches SPD-Mitglied und aktiver Gemeinderat. Zudem stammte Paul Seige aus der für Pößnecks Textilindustrie wichtigen Familie Seige. Diese historische Person wird durch die Künstlerin visuell zum Leben erweckt und begrüßt die Besucher als lebensgroße Figur am Anfang der Sonderausstellung.

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