25.03. bis 06.08.2017

Sonderausstellung

„Brüder im Felde, die Heimat steht hinter euch!“
Pößneck im Ersten Weltkrieg


Nach einer Friedensperiode von über 40 Jahren begann im Sommer 1914 der Erste Weltkrieg. Der Kriegsbegeisterung dieses Jahres folgte schnell die Ernüchterung. Die folgenden Jahre bis 1918 waren durch Gewalt, Not und Entbehrung geprägt. Der propagierte „Spaziergang nach Paris“ wurde sehr schnell zu einem brutalen Stellungskrieg. Alsbald waren viele Tote und Verwundete auch in Pößneck zu beklagen.

Der Schwerpunkt dieser Ausstellung liegt in der Darstellung konkreter Schicksale, zum Teil nur bruchstückhaft überliefert, zum Teil aber auch über den Krieg hinaus detailliert dokumentiert. Die spezielle Situation Pößnecks hinsichtlich der Kriegswirtschaft, Versorgungslage und des Alltagslebens werden beleuchtet. Grundlage hierfür sind Berichte von Angehörigen, die auf Erzählungen der ehemaligen Soldaten und deren Familien beruhen, sowie überlieferte schriftliche Dokumente aus der Hand von gefallenen Soldaten. Besonders wertvolle Erkenntnisse lassen sich aus den Tagebuchaufzeichnungen und Feldpostbriefen ziehen, die die Soldaten während des Krieges verfasst haben. Gezeigt werden Exponate aus dem Besitz von Pößnecker Familien, die als Leihgaben zur Verfügung stehen und Dokumente aus dem Stadtarchiv Pößneck: Fotos und Postkarten, zeitgenössische Aufrufe und Ratschläge – z.B. für das Weihnachtsessen im Hungerwinter 1916/17, was die immer schmaler werdenden Essenrationen veranschaulicht.