Die fleißigen Pößnecker Museumsbienen

In Pößneck wurden seit dem Mittelalter Bienen gehalten, um Honig und das kostbare Wachs zu gewinnen. Der sprichwörtliche Fleiß der Bienen kommt seit Jahrtausenden den Menschen aber nicht nur mit Honig und Wachs zu Gute. Vielmehr leisten sie durch das Bestäuben der Pflanzenblüten einen grundlegenden Beitrag für Natur, Nahrungsmittel- und Pflanzenrohstoff-Gewinnung.

Um 1 kg Honig zu erzeugen, fliegt eine Biene rechnerisch siebenmal um die Erde und bestäubt dabei ca.3-5 Millionen Blüten. Jahrtausende lang war Honig das einzige bekannte Süßungsmittel der Welt, Bienenwachskerzen boten vor der Erfindung elektrischer Beleuchtung oft die einzige künstliche Lichtquelle.

Bienen gehören zur Pößnecker Stadtgeschichte – und deshalb seit März 2016 auch zum Garten des Museum642. Hier können Sie die fleißigen Sammlerinnen beobachten und mit etwas Glück auch Museumsimker Hartmut Jacob treffen für einen Blick hinein in die Bienenbeute.

Den leckeren Honig der Museumsbienen gibt es in unserem Museumsshop.

20. März 2016

Zwei Bienenvölker für den Museumsgarten

Die Bienen benötigen einen Platz, an dem sie niemanden stören und selbst nicht gestört werden. Nach diesen
Anforderungen suchten wir den künftigen Standplatz für die Bienenbeuten aus. Pünktlich zum Frühlingsbeginn
2016 sind zwei Bienenvölker in den neu angelegten Garten am Museum642 eingezogen. Die Temperaturen
waren an diesem Tag recht frisch, die Bienen blieben in ihrer Behausung. Eine Woche später, am Ostersonntag,
herrschte am Flugloch reges Treiben. Die Bienen kehrten von ihrem Flug mit reichlich Pollen an ihren
Beinen zurück, um ihren Nachwuchs mit diesem eiweißhaltigen Blütenstaub zu versorgen.

19. November 2016

Bienen am Museum

Mittlerweile ist es schon länger als ein halbes Jahr her, dass Bienen im Garten des Pößnecker Stadtmuseum
angesiedelt sind. Jetzt sind die warmen Tage des Jahres in der Regel vorbei, die Bienen sitzen dicht bei dicht
gedrängt zusammen und sie bilden eine Traube.
Im Frühjahr flogen die Bienen nach dem die Temperaturen den zweistelligen Bereich erreichten, in ihrer neuen
Umgebung und sammelten Pollen, Nektar und Wasser. Die beiden aufgestellten Völker entwickelten sich sehr
gut. In der näheren Umgebung fanden sie in den umliegenden Gärten eine gute Nahrungsgrundlage. Anfang
Mai hatten sie schon soviel Honig eingetragen, dass die erste Ernte erfolgen konnte.
Viele Fußgänger betrachten die Bienen beim aus -und einfliegen aus der Beute vom Fußweg aus, der unmittelbar
am Zaun des Museumsgarten vorbei führt. Eine große Scheibe, die am Zaun angebracht ist, schützt die
Betrachter vor direkten Kontakt mit den Bienen. Die Tiere fliegen aus ihrer Beute heraus und erheben sich
über die Scheibe oder fliegen seitlich nach oben. So ist die Aufstellung der Bienenbeuten gelungen, es konnte
erreicht werden, dass die Bienen nicht stören und die Bienen nicht gestört werden. Besucher des Museums
haben im Garten freien Zugang zu den Bienenkästen. Ein Warnschild mit der Aufschrift „Vorsicht Bienen“ ist
an einem der beiden Beuten deutlich lesbar angebracht.
Ich möchte mich an dieser Stelle für den verständnisvollen Umgang der Besucher mit den Bienen bedanken.
Ich hoffe dass dies auch in Zukunft weiterhin so bleibt. In unmittelbarer Nähe der Bienen befindet sich auch
das Pößnecker Gymnasium. Viele Kinder sind demzufolge potentiell mit den Bienen in Kontakt. In Abstimmung
mit der Schulleitung informierte ich über einen Aushang an der Informationstafel über den richtigen
Umgang mit Insekten. Im Juni entwickelten sich die beiden Völker stabil. Ein Volk entwickelte sich sogar so
gut, dass es am 14. Juni schwärmte. Ich wurde von Anwohnern über den Schwarm informiert. Eine der großen
Linden in der Oberen Grabenstraße suchte sich der Schwarm als ersten Sammelplatz aus. Trotz dass er
hoch hing war er auf Grund seiner Größe deutlich zu erkennen. Ein Einfangen war wegen der Höhe leider
nicht möglich. So zog der Schwarm einige Tage später weiter, vielleicht konnte er dann von einem anderen
Imker eingefangen werden.
Die Linden in der Oberen Grabenstraße blühten und die verbliebenen Bienen sammelten fleißig den Nektar
davon ein. Dieser wird nun, nachdem er geschleudert und abgefüllt wurde, im Stadtmuseum zum Verkauf
angeboten. So haben die